Über uns Extremadura unser Service Unterkünfte Aktivitäten Kontakt Impressum/Datenschutz Allgemein Die Extremadura ist eine der 17 autonomen Gemeinschaften in Spanien, (wie z.B. Andalusien oder Galicien) und liegt an der Grenze zu Portugal im Westen des Landes. Die Fläche beträgt ca. 41 tausend km², und ist somit fast so groß wie Dänemark (5,5 Mio EW), oder die Niederlande (17 Mio. EW), zählt aber nur 1,1 Mio. Einwohner (und ca. 4 Mio. Schafe). Somit gehört die Extremadura zu den am dünnsten besiedelsten Gebieten Europas! Genau diesem Umstand verdanken wir es, dass dort nicht so viele Autos fahren und die Luft noch klar ist und die Natur zum grössten Teil unberührt! Die Bevölkerung gehört seit langem zu den ärmsten im Land.  Ein Grossteil beschäftigt sich mit der Landwirtrschaft, insbesondere der extensiven Viehhaltung, sodaß man auf den Feldern, den sogenannten Dehesas ca. eine halbe Million Rinder, 1,6 Mio. Schweine und 4 Mio. Schafe sehen kann. Daraus entstehen dann die leckeren Fleisch und Käseprodukte. In den 60er und 70er Jahren sind viele Extremeños nach Deutschland gegangen um dort Arbeit zu finden. Deswegen verwundert es nicht, daß in den Dörfen viele ältere Menschen Deutsch sprechen und begeistert sind mit Deutschen Kontakt aufzunehmen. Landschaft Hohe Berge im Norden bis 2400 m (Torreon), das Gebirge der Villuercas im Osten mit dem Pico Villuercas von 1600 m, in der Mitte die Bergkette von Montanchez (1000 m), und drumherum die Flachebenen von 300 bis 400 Metern bieten sowohl für Wander- als auch für die Radfreunde traumhafte Strecken. Dazwischen liegen die 2 grossen (Tajo und Guardiana) und viele kleinere Flüsse, eine Vielzahl von Stauseen, darunter der 2. grösste in Europa, la Serrena. Dadurch ergeben sich 2000 km Süsswasserküste, die hervorragende Bedingungen zum Baden, Wassersport oder Angeln bieten. Die immergrünen Steineichenwälder und die farbenfrohen Dehesas sind Heimat seltener Pflanzen und Tiere insbesondere für Vögel wie Kaiseradler oder Mönchsgeier. 30 % der Landschaft wurden daher unter Naturschutz gestellt. Obwohl das Land dünn besiedelt ist, besteht zwischen fast allen Orten eine gute Strassenverbindung, auf denen sehr geringer Verkehr herscht. Fast alle Straßen sind neu und in einwandfreiem Zustand, ideal zum Radfahren. Die Berge und Dehesas sind von einem weiten Netz von Feldwegen und Pfaden durchzogen. Wanderer haben fast ungehinderten Zugang zu den Naturparadisen. Die Vielzahl von Wegen ist nicht zuletzt den Via Pecuarias (Viehwege) zu verdanken, die aus der Transhumanz (”auf die Weide bringen”) entstanden sind. Dadurch hat ein Netz von nahezu unüberblickbaren Wandermöglichkeiten ergeben. Kultur Extremadura, auch Land der Eroberer genannt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die ältesten menschlichen Spuren (Höhlenzeichnung Maltravieso) stammen aus 25.000 v.Chr., eine Vielzahl von Dolmen (Steingräber) zeugen aus dem 2500 v.Chr. und verschiedene Ausgrabungen weisen auf Kelten, Vettonen und Luisaner aus 1000 bis 600 v.Chr. hin. Rund 100 v.Chr. begann die römische Herrschaft, und im 3. Jahrhundert fielen die Goten (Ostgermanen) ein und beendeten das römische Imperium. Ab dem 7. Jh. erobern die Mauren die Gebiete und nach vielen Kriegen übernimmt  ab 1000 n.Chr. wieder die christliche Hand die Führung. Viele aus der Extremadura stammenden Eroberer Amerikas verhalfen danach dem Land zu Reichtum, doch nach golden Zeiten folgt auch immer der Niedergang. Die Diktatur des 20. Jahrhunderts prägt noch heute die Menschen und bittere Kämpfe und Vernichtungen sitzen fest in den Köpfen vieler Menschen vor allem in der Extremadura. Für mich ist Extremadura das größte Freilichtmuseum Europas, wo eine unendliche Zahl von historischen Relikten an Burgen, Ausgrabungen, Wegen, Höhlen etc entweder direkt vor Ort life betrachtetet werden können oder in Besucherzentren und Museen ausgestellt sind. Nach Rom befinden sich in Merida die meisten Ausgrabungsstätten aus der römischen Zeit. Die heutige Kultur der Extremeños ist die typisch südländische, verbunden mit den entsprechenden Essens- und Lebensgewohnheiten. Hierzu zählen auch die Fiestas und Siestas. Im Laufe des Jahres hat jedes Dorf seine eignen Feste, angefangen von der Osterwoche bis zum Tag des Schutzpatrones oder Schlacht-, Reit-, Käse-, Schinken-, Musikfeste oder viele Anlässe mehr.   Eine besondere Wertschätzung haben auch 3 Orte erhalten; die Stadt Cáceres (seit1986), das köngliche Kloster Santa Maria in Guadalupe (seit 1993) sowie 29 Stätten in Mérida (seit 1993) zählen zu den Weltkulturerbestätten. Kulinarisch Die Küche in der Extremadura ist so abwechslungsreich wie ihre Landschaft. Für jedes Gericht gibt es eine Vielzahl von Zubereitungsmöglichkeiten, die alle aus den Traditionen der Menschen in ihren Dörfen und unterschiedlichen kulturellen Einflüssen entstanden sind. Sie sind einfach, aber abwechslungsreich und sehr geschmackvoll. In den Restaurants oder Bars gibt es neben den normalen Tagesgerichten Menüs und natürlich auch die bekannten Tapas, die man als Beilage zu einem Getränk oder als Ration bestellen kann. Da die Extremadura durch ihre Landwirtschaft geprägt ist, gibt es natürlich auch hervorangende Produkte, die mit einem Qualitätssiegel D.O.P. (Denominacion de Origen Protegida) versehen wurden und höhsten Kontrollen unterliegen. Klima Grundsätzlich herrscht ein metideranes Klima, das aber je nach geografischer Lage variieren kann. So ist der Norden i.d.R. regenreicher und kühler, im Winter sind die hohen Berge schneebedeckt und es ist in den Skigebieten Wintersport möglich. Im Süden dagegen ist es eher trocken, im Winter mäßig bei durchschnittlich 15 Grad Tagestemperatur, im Sommer heiß bis zu 40 Grad, wobei die Nächte meistens bei 20 Grad liegen. Die Bergkette San Petro bei Montanchez bewirkt z.B. das auf der süd-östlichen Seite die Bäume im Frühjahr ca. 2 Wochen vorher ausschlagen als auf der dem Norden zugewandten Seite. Auch wenn die hohen Temperaturen im Sommer erst mal abschrecken, sind sie für die meisten Menschen aufgrund der sehr geringen Luftfeuchtigkeit weitaus besser zu ertragen als die feuche Meerluft oder die in Nordeuropa bekannten Gewitterhitzen. Da es Nachts grundsätzlich um 20 Grad abkühlt, hat man einen sehr erholsamen Schlaf und benötigt meistens sogar eine leichte Decke. Je nach Aktivität kann man das ganze Jahr über in die Extremadura fahren und einen schönen Urlaub verbringen. Wichtig ist allerdings zu wissen, was man unternehmen möchte. Für die meisten Touristen ist der Frühling die schönste Reisezeit. In den Monaten März und April liegen die Tagestemperaturen bei durchschnittlich 15 bis 25 Grad Celsius, im Mai wird es bis zu 30 Grad Celsius warm. Zahllose Blüten schmücken die Landschaft, gegen Ende März sind nahezu alle Vögel aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten heimgekehrt und die Tiere sind besonders aktiv. Ein echter Höhepunkt für Vogelbeobachter ist die Balz der Großtrappen, die im März/April zu beobachten ist. Ebenso ist die Obstblüte im Frühjahr ein Erlebnis, vor allem die Kirschblüte im Jertetal. Im Allgemeinen sind alle Aktivitäten in dieser Zeit möglich. Während des Sommers, also in der Zeit von Juni bis etwa Mitte September liegen die Tagestemperaturen zwischen 35 und  40 Grad Celsius und es regnet praktisch nicht. In der heißen Zeit des Jahres ist es lediglich in den frühen Morgen- und sehr späten Nachmittags- sowie Abendstunden ratsam, sich im Freien aufzuhalten, i.d.R. liegt ab 14 Uhr das Leben still und in der spanischen Hauptreisezeit August findet man die Menschen an einen der vielen Binnenstrände und Naturschwirmmbäder. Relaxen, Wassersport oder leichte Aktivitäten bis zu der Mittagszeit sind möglich. Der Herbst  bringt milderes Wetter und den Vogelzug in Richtung Süden. Die Landschaft ist durch den heißen Sommer ein wenig ausgedörrt, aber die ersten Herbstregengüsse lassen bald neues Grün sprießen. Tiere können zu dieser Jahreszeit praktisch den ganzen Tag über gut beobachtet werden und Vogelliebhaber können auf etliche Arten hoffen, die die Extremadura auf ihrem Weg in die südlichen Überwinterungsgebiete durchqueren und unterwegs eine Rast einlegen. Ausländische Turisten haben in dieser Zeit die beliebtesten Orte an Wasserfällen etc. wieder für sich und können die Natur entspannt genießen. Im Winter regnet es oft, manchmal schneit es sogar. Dennoch ist es meist nicht sonderlich kalt, die Tagestemperaturen erreichen oft Werte um 16 Grad Celsius. Bereits im Januar beginnen die ersten Blüten zu sprießen. In den weiten Dehesas sind vielerorts Hunderte oder gar Tausende Kraniche zu finden, die in der Extremadura den Winter verbringen. Dieses Naturschauspiel ist vor allem für Vogelfreunde eine echte Attraktion. Anreise Die schnellste Anreise in die Extremadura ist mit dem Flugzeug möglich. Die nächst gelegenen Flughäfen sind Madrid, Sevilla bzw. Lissabon in Portugal. Die Entfernungen von Madrid beträgt ca. 270 km (Trujillo) oder 360 km (Merida) bzw. von Sevilla ca. 290 km nach Trujillo oder 200 km nach Merida. Nach Madrid gibt es mehrer Fluggesellschaften, die z.B. von Düsseldorf, Köln oder Frankfurt Direktverbindungen von ca. 2,5 Stunden anbieten, teilweise sogar mehrmals täglich. Wenn man von den Flughäfen einen Leihwagen nimmt, fährt man jeweils direkt über die Autobahn und ist in 2 bzw. 3 Stunden am Ziel. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es relativ günstig weiterzureisen. Nach Merida und Caceres fahren sowohl Züge als auch Busse, zu anderen Zielen nur Überlandbusse. Von den Flughäfen muss man zuerst zu den Bus- oder Zugbahnhöfen (ca. eine halbe Stunde Fahrzeit, Preis ab ca. 3 Euro per Metro in Madrid) oder im Taxi (ab ca. 30 Euro in Madrid), Bus und Zug dauern z.B. bis nach Caceres 4 Stunden, Preis ab ca. 20 Euro eine Strecke. Eine Fahrt im Privatwagen von Deutschland in die Extremadura dauert ca. 22 Stunden reine Fahrzeit von Düsseldorf bis nach Caceres. Man fährt nur über Autobahn, die Gebühren dafür betragen in Frankreich ca. 100 Euro, in Spanien ca. 20 Euro. Die kürzeste Strecke ist ca. 2000 km lang und führt über Paris, Bordeau, San Sebastian, Salamanca und dann nach Caceres. Es gibt aber auch schöne Strecken durch Frankreich und Spanien, die über Nationalstrassen führen und kostenfrei sind, jedoch etwas länger dauern, aber landschaftlich sehr reizvoll sind. klick zum Vergrößern